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Riesenspaß mit dem RoBiNet-Hasen

von Ruth Finckh

Als der Verein RoBiNet das große Osterrätsel startete, bei dem 34 Stellen im Kernort Rosdorf erraten werden sollten, an denen sich unser Hase dem Fotografen gezeigt hatte, konnten wir nicht ahnen, was für eine Welle der Begeisterung über uns zusammenschlagen würde. Schon während der Laufzeit des Wettbewerbs (27.3.-4.4.) erreichten uns fröhliche Emails von Familien, die spannende Ausflüge in die eigene Nachbarschaft unternommen und dabei ganz neue Ecken entdeckt hatten. Wir beobachteten beim Spazierengehen oder beim Blick aus dem Fenster kleine Trupps von Hasensuchern, die mit Handy oder Bilderliste auf der Pirsch waren. Ja, wir wurden sogar, sobald man uns als RoBiNet-Mitglieder erkannte, auf der Straße und im Supermarkt angesprochen, weil man (vergeblich natürlich) auf Lösungstips hoffte! Offensichtlich haben wir uns selbst und vielen Rosdorfer Familien noch viel mehr Vergnügen bereitet, als wir selbst zu hoffen gewagt hatten. Herzlichen Dank also an die vielen Mitspieler, die uns Lösungen eingesandt haben! Wir haben alles sorgfältig ausgewertet und die Anzahl der Preisträger angesichts der vielen richtigen Einsendungen noch einmal erhöht. Leider konnten trotzdem nicht alle gewinnen – aber wir haben uns an den hübsch gestalteten Lösungsvorschlägen und besonders an den hinreißenden Fotoserien sehr gefreut! Daher präsentieren wir mit Einverständnis der Einsender eine kleine Auswahl. Hier ein Eindruck

Das große RoBiNet-Osterrätsel für die ganze Familie!

Unser RoBiNet-Hase hat in der letzten Woche die knappen Sonnenstunden genutzt und sich an verschiedenen Stellen im Kernort Rosdorf porträtieren lassen.

Die Fotogalerie befindet sich ab dem 27.3. auf unserer Homepage robinet-rosdorf.de.

Wer teilnehmen möchte, sucht nach den Plätzen, an denen der Hase fotografiert wurde, benennt jeweils den Ort oder macht selbst ein Foto davon und schickt die Lösungen an

vorstand[at]robinet-rosdorf.de

Zusatzfrage, die ihr beantworten könnt, ohne vor die Tür zu gehen: Die Frau unseres Hasen wollte auch einmal im Rampenlicht stehen. Deshalb hat sie sich verkleidet und ist an seiner Stelle zu einem der Fototermine gegangen. Auf welchem Bild ist sie zu sehen?

Alle Vorschläge, die bis Ostersonntag bei uns eintreffen, nehmen am
Wettbewerb teil. Die zehn EinsenderInnen mit den meisten „Treffern“ erhalten eine kleine Osterüberraschung.
Viel Spaß beim Suchen!

Lebendiger Adventskalender im alten Fiegeschen Saal

von Ute Lesjak

Am 13.12.19 war es soweit: Hausgeist Rosa Fiege öffnete gemeinsam mit Robinet die Türen des alten Saales, um in stimmungsvollem Ambiente bei Glühwein, Kinderpunsch und anderen Leckereien Kurt Wallander`s Weihnachtsgeschichte (Albrecht Thiel)  zu lauschen.

Auch die Einblicke in die  biologischen Abläufe rund um die Natur von Wohnwagen (Ralf Lesjak) konnten unsere Gäste fesseln.

Beide Kurzgeschichten trafen auf reges Interesse der Gäste, die anschließend bei weihnachtlicher Musik die Gelegenheit zum Plausch im alten Saal nutzten.

Wir danken Ruth Finkh und  Ralf Lesjak für ihre Vorträge, Burkhard Menking für die musikalische Begleitung sowie allen fleißigen Helfern für ihre Unterstützung!

Neue Ideen für ein altes Haus: Ergebnisse des RoBiNet-Workshops zum Fiegeschen Saal

von Ruth Finkh und Gisela Brill

Am 27. September fand auf Einladung des Vereins RoBiNet ein Planungs-Workshop im alten Fiegeschen Saal (Sellenfried 1) statt, zu dem Interessierte jeden Alters eingeladen waren. Tatsächlich erschienen rund 100 Bürger zwischen 3 und 83 Jahren, um ihre Ideen für die künftige Nutzung des wunderschönen Jugendstilsaals aus dem Jahr 1896 beizusteuern, der von RoBiNet im Laufe der nächsten Jahre wieder eröffnet werden soll.

Die Stimmung war fröhlich und fast ein wenig magisch: Stimmengewirr, Gelächter, Bewegung und Licht drehten die Zeit zurück. Es war, als würde der alte Raum nach fünfzig Jahren zum ersten Mal wieder die Augen aufschlagen. Ältere Leute berichteten angeregt aus ihrer Jugendzeit von Tanzveranstaltungen, als die Männer mit klopfendem Herzen auf den Bänken saßen und darauf warteten, die Mädchen auf der anderen Seite des Saals endlich auffordern zu können. Aber es waren auch junge Mitglieder der Göttinger Swingtanz-Szene gekommen, die von dem geräumigen Tanzboden schwärmten. Doch Tanz war nicht alles, was den Besuchern vorschwebte.

Unter den Ideen, die auf großen Tafeln zusammengetragen und am Ende durch Klebepunkte bewertet wurden, fanden folgende Vorschläge besonders viel Anklang:

  • Kinobetrieb für Kinder und Erwachsene
  • Tanz und Musik
  • Lesungen
  • Ausstellungen
  • Theater
  • Bastel- und Handarbeitsnachmittage
  • Café- oder Kneipenbetrieb
  • Kleinkunst

Aber auch die Vorstellung eines Ortsmuseums fand Unterstützung, Skatabende, Indoor-Spielmöglichkeiten für Kinder, Yogakurse, Hochzeitsempfänge und kleinere private Festlichkeiten, Schülernachhilfe und insgesamt die Zusammenarbeit mit der Heinrich-Grupe-Schule, Schreib-, Mal-, Theater- oder Tanzworkshops, Podiumsdiskussionen zu kommunalpolitischen Themen, Vereinsfeiern und vieles mehr.

Organisatoren und Besucher verließen die Veranstaltung mit dem Gefühl, an einem besonderen Ereignis teilgenommen zu haben. Rund 40 Personen hatten sich in eine Mailingliste für Unterstützer eingetragen, viele andere kündigten an, über die Homepage www.robinet-rosdorf.de an der Entwicklung teilzunehmen. RoBiNet plant nun für das kommende Jahr einen Probebetrieb, dessen Schwerpunkte sich an den Ergebnissen des Workshops orientieren werden.

Vorbereitung Saalworkshop: Erstes Fenster nach 50 Jahren geöffnet

von Ralf Lesjak

Wir sind mitten in den Vorbereitungen für den Saalworkshop. Es gibt viel zu räumen und zu träumen. Unter dicken Staubschichten kam die Orginalbestuhlung zum Vorschein. Die Bühne wurde provisorisch hergerichtet. Sogar ein Modell vom Saal gibt es. Nach 50 Jahren wurde erstmals ein Fenster geöffnet. Uns hat der Saal bereits verzaubert.

Workshop: Ideen für die Zukunft des alten Fiegeschen Saals

Am 27.9. von 17.00-19.30 Uhr bietet RoBiNet im Sellenfried 1 einen ganz besonderen Workshop an: Jung und Alt, Neubürger und alteingesessene Rosdorfer sind herzlich eingeladen, den wunderschönen, über 100 Jahre alten Saal der ehemaligen Gaststätte Fiege (rechts hinter der Musikschule Musi-Kuss) zu besichtigen und ihre Ideen für die künftige Nutzung beizusteuern. Denn im Vorfeld der geplanten Renovierung ist es unerlässlich, eine Vorstellung davon zu entwickeln, was hier im Herzen unseres Ortes alles angeboten werden könnte: Ausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen, Konzerte oder Yogakurse? Soll es Tischtennisplatten geben? Eine extralange Murmelbahn? Ein kleines Ortsmuseum? Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Von 17.00-17.30 Uhr ist Zeit für die Besichtigung des Raums vorgesehen. Anschließend werden wir nach einer kurzen Einführung die Ideen der Teilnehmer sammeln und eine „Hitliste“ der beliebtesten Vorschläge aufstellen.

Für Kaffee und kalte Getränke ist gesorgt; Kinder sind herzlich willkommen!

Gerne können Ideen auch über die Kommentarfunktion am Endes dieses Artikels gepostet werden.

Rückfragen und Kontakt: Ralf und Ute Lesjak, Tel. 3811158, Ruth Finckh, Tel. 781684

Jahrhundertwende Gedichte im Jahrhundertwende Saal

von Ruth Finckh

Am 9.7.2019 erlebte der historische Saal der früheren Gaststätte „Deutsches Haus“ (jetzt Musi-Kuss) eine unerwartete Neu-Einweihung. Jahrzehntelang hatte er nur als Lagerraum gedient und kaum menschlichen Besuch erhalten. Nun war er von Gerümpel weitgehend befreit worden, und an diesem Nachmittag strömten 25 neugierige Senioren vergnügt plaudernd durch die Tür, bestaunten die gut erhaltene historische Wanddekoration und genossen die einzigartige Atmosphäre. Schließlich ließen sie sich an vier Holztischen nieder, die mitten auf der früheren Tanzfläche aufgebaut worden waren. Der Grund ihres Besuchs waren Gedichte. Die Gäste waren nämlich Teilnehmer zweier Seniorenseminare von Ruth Finckh an der Universität des Dritten Lebensalters (UdL). Eines dieser Seminare beschäftigte sich mit Schriftstellerinnen aus der Epoche um 1900 – also aus der Entstehungszeit des Saals. Nun hatte man beschlossen, die Gedichte von Else Lasker-Schüler (1869-1945), einer Freundin des Malers Franz Marc, in einem passenden historischen Ambiente zu lesen. Das Experiment gelang. Die Texte entfalteten in dieser Umgebung eine zusätzliche Intensität und Leuchtkraft. Besonders anrührend fanden viele das Gedicht „Weltflucht“:

Weltflucht
Ich will in das Grenzenlose
Zu mir zurück,
Schon blüht die Herbstzeitlose
Meiner Seele,
Vielleicht – ist’s schon zu spät zurück!
O, ich sterbe unter Euch!
Da Ihr mich erstickt mit Euch.
Fäden möchte ich um mich ziehn –
Wirrwarr endend!
Beirrend,
Euch verwirrend,
Um zu entfliehn
Meinwärts!

Man
sprach über das Bedürfnis nach Alleinsein, das in diesem Text zum Ausdruck kommt, über die Form der Gedichte und viele andere Themen. Die lebhafte Diskussion erfüllte den alten Raum spürbar mit Leben. Daher freuten sich die Teilnehmer besonders darüber, die ersten zu sein, die ihn nach seiner Schließung vor 50 Jahren wieder für eine Kulturveranstaltung nutzen durften. Als Ute Lesjak, die Miteigentümerin, von den Plänen zu einer Renovierung berichtete, stieß sie auf große Begeisterung bei den Gästen. Vielfach wurde der Wunsch geäußert, über das Schicksal des wunderschönen Saals auf dem Laufenden gehalten zu werden und eine spontan herumgereichte „Spendentasse“ kam gut gefüllt zurück.

 

Rosdorfer Geschichte(n) zum Anfassen

von Ruth Finckh

Ein ganz besonderes Angebot machte das Rosdorfer Bildungs-Netzwerk (RoBiNet) beim Familien-Sommerfest Mitte Juni: Alte Gegenstände aus der Rosdorfer Geschichte wurden so präsentiert, dass man sie aus nächster Nähe ansehen, teils auch anfassen oder sogar ausprobieren konnte. Da gab es alte Tischlerwerkzeuge, einen Metallbaukasten aus den sechziger Jahren, ein Erinnerungs-Schild an eine Hochwasserkatastrophe um 1800, einen ganzen Tisch mit Objekten aus der historischen Obermühle, Kegel und Kugel aus der früheren Gaststätte „Deutsches Haus“ (jetzt Musi-Kuss), einen hundertjährigen Leiterwagen, ein nostalgisches Poesiealbum und vieles mehr. Das Highlight der kleinen Ausstellung bestand in einer 7000 Jahre alten Topfscherbe aus der Bandkeramik-Kultur (ausgegraben auf dem Gelände der Anne-Frank-Schule), die freundlicherweise von Frau Dr. Bulla (Kreisarchäologie) bereitgestellt und mit einer ausführlichen Dokumentation ergänzt worden war.

Zahlreiche Besucher sahen sich in der Ausstellung um, probierten die schwere Kegelkugel aus, blätterten in dem „hundert Jahre alten Freundebuch“, rätselten über den Verwendungszweck einzelner Werkzeuge und bestaunten (natürlich aus einem gewissen Abstand) das Ritzmuster in der Bandkeramik-Scherbe. Der große Erfolg dieser Aktion bestärkt uns in dem Entschluss, auch im kommenden Jahr historische Objekte in dieser Form zu präsentieren. Für ihre freundliche Unterstützung und ihre Leihgaben danken wir Gisela Brill, Dr. Andrea Bulla, Dr. Susanne Baumgarte, Manfred Hempfing, Astrid Kirstan, Antje Klinker-Petersen, Ralf und Ute Lesjak, Friedrich-Karl Lücke und Hannelore Stermann sowie Frauke Twiehaus-Fischer.