Rosdorfer Geschichte(n) zum Anfassen

von Ruth Finckh

Ein ganz besonderes Angebot machte das Rosdorfer Bildungs-Netzwerk (RoBiNet) beim Familien-Sommerfest Mitte Juni: Alte Gegenstände aus der Rosdorfer Geschichte wurden so präsentiert, dass man sie aus nächster Nähe ansehen, teils auch anfassen oder sogar ausprobieren konnte. Da gab es alte Tischlerwerkzeuge, einen Metallbaukasten aus den sechziger Jahren, ein Erinnerungs-Schild an eine Hochwasserkatastrophe um 1800, einen ganzen Tisch mit Objekten aus der historischen Obermühle, Kegel und Kugel aus der früheren Gaststätte „Deutsches Haus“ (jetzt Musi-Kuss), einen hundertjährigen Leiterwagen, ein nostalgisches Poesiealbum und vieles mehr. Das Highlight der kleinen Ausstellung bestand in einer 7000 Jahre alten Topfscherbe aus der Bandkeramik-Kultur (ausgegraben auf dem Gelände der Anne-Frank-Schule), die freundlicherweise von Frau Dr. Bulla (Kreisarchäologie) bereitgestellt und mit einer ausführlichen Dokumentation ergänzt worden war.

Zahlreiche Besucher sahen sich in der Ausstellung um, probierten die schwere Kegelkugel aus, blätterten in dem „hundert Jahre alten Freundebuch“, rätselten über den Verwendungszweck einzelner Werkzeuge und bestaunten (natürlich aus einem gewissen Abstand) das Ritzmuster in der Bandkeramik-Scherbe. Der große Erfolg dieser Aktion bestärkt uns in dem Entschluss, auch im kommenden Jahr historische Objekte in dieser Form zu präsentieren. Für ihre freundliche Unterstützung und ihre Leihgaben danken wir Gisela Brill, Dr. Andrea Bulla, Dr. Susanne Baumgarte, Manfred Hempfing, Astrid Kirstan, Antje Klinker-Petersen, Ralf und Ute Lesjak, Friedrich-Karl Lücke und Hannelore Stermann sowie Frauke Twiehaus-Fischer.

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