Schwungvoller „Tanz in den Mai“

von Ruth Finkh

Unter dem Motto „Springtime is Swingtime“ lud der Verein RoBiNet 2019 wie bereits zwei Jahre zuvor zu einem fröhlichen Maitanz für die ganze Familie ein. Wie beim ersten Mal feierten rund 100 Tänzer und Musikfreunde zwischen 3 und 83 Jahren gemeinsam ein rauschendes Fest im frühlingshaft geschmückten Saal des Gemeindezentrums. Bereits die beiden rumänischen Akkordeonspieler, die als „Vorgruppe“ engagiert worden waren, lockten mit temperamentvollen Tangorhythmen Tänzer und Tänzerinnen  jeden Alters an.  Als die „Waitingroom Jazzband“ mit ihrem mitreißenden Sound aber die Bühne übernahm, gab es kein Halten mehr. Die Tanzfläche blieb belebt bis in die frühen Morgenstunden und alle Tische waren mit fröhlich plaudernden Gruppen besetzt. Auch einige junge Studentenpaare aus der Göttinger Swingtanzszene waren nach Rosdorf gekommen, um ihre hinreißenden, teilweise fast akrobatischen Schwünge und Figuren zwischen Normaltänzern und fröhlich hopsenden Kindern auszuprobieren. Die bunte Mischung des Publikums machte den jungen Leuten Riesenspaß und am nächsten Tag versicherten sie uns in einer freundlichen Dankmail, sie hätten ihre Entscheidung nicht bereut, „im Lande“ zu bleiben, statt die eigentlich geplante große Tanzveranstaltung in Hamburg zu besuchen!

Unterhaltsame Einlagen wie ein kurzer Tanzstunden-Film aus den sechziger Jahren und die wie immer witzig-souveräne Moderation durch Ralf Lesjak rundeten den Abend ab.

Wir hatten bewusst auf ein Eintrittsgeld verzichtet, damit auch Familien mit mehreren Kindern problemlos teilnehmen konnten. Die eingenommenen Spenden machten aber die Finanzierung leichter. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an all die großzügigen Spender – wie natürlich auch an die wunderbare „Waitingroom Jazzband“ mit dem Mühlen-Apotheker Jörg Baitz! Für den nächsten Maitanz seid ihr schon gebucht…

Sonniger Putztag

von Ute Lesjak

Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich Mitglieder des Vereins Robinet und Freunde, um den Wartberg sowie den Spielplatz von Müll und Unrat des letzten Jahres zu befreien. Auch dieses Mal fanden wir Plastikmüll, Flaschen, weggeworfenes Reitzubehör (wer mag das wohl entsorgt haben??!!) sowie einen Fahrradrahmen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Helfern!

Fotos:

Einladung zur Hauptversammlung 2019

Einladung zur Hauptversammlung 2019 

Der Vorstand des Rosdorfer Bildungs-Netzwerks (RoBiNet e.V.)  lädt alle Interessierten zur jährlichen Hauptversammlung ein. Sie findet statt am

Donnerstag, dem 21. Februar 2019 um 20.00 Uhr

in der Mensa der Heinrich-Grupe-Schule.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolls
  4. Bericht des Vorstands: Rückblick auf die Vereinsaktivitäten 2018 (Putztag, Kräuter-Projekt, Lebendiger Adventskalender, Bücher-Telefonzelle und anderes)
  5. Bericht des Kassenwarts und des Kassenprüfers
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Neuwahlen zum Vorstand
  8. Planung unserer Projekte 2019 (Putztag, Tanz in den Mai, neues Kalenderprojekt und anderes)
  9. Verschiedenes

Wir freuen uns auf viele kreative Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen und stehen unter 781684 für Rückfragen zur Verfügung. Nicht-Vereinsmitglieder, die sich für unsere Aktivitäten interessieren, sind herzlich willkommen!

Der Vorstand

Lebendiger RoBiNet-Adventskalender 2018

von Ruth Finckh

Am Anfang unseres Adventskalender-Angebots am 22.12. 2018 stand ein Druckfehler. Die Kirchengemeinde hatte nämlich versehentlich für RoBiNet nicht den Mengershäuser Weg 3, sondern den Mengershäuser Weg 5 in ihren Kalender eingetragen. Doch bevor wir den Irrtum berichtigen konnten, stand schon unsere Nachbarin Astrid Kirstan vor der Tür. Nicht, um zu schimpfen, sondern um den Vorschlag zu machen, aus dem Fehler kurzerhand Wirklichkeit werden zu lassen! Im Mengershäuser Weg 5 gibt es nämlich einen geräumigen Carport, der sich mit etwas Phantasie und Lichterketten zu einem geschützten vorweihnachtlichen Treffpunkt machen lässt. Gesagt, getan. Am Nachmittag des 22. Dezember wurde geputzt, geschleppt und dekoriert, es wurde heißer Apfelsaft mit Zimt angesetzt – und es wurden Teller mit Rosmarinkeksen und kleine Töpfchen mit Rosmarinpflanzen hergerichtet. Der Abend stand nämlich, ganz im Sinne des diesjährigen RoBiNet-Kräuterprojekts, im Zeichen dieser Pflanze.

Als die Lichterketten und der Feuerkorb zu leuchten begannen und rund dreißig Gäste sich in unserem Weihnachts-Carport versammelten, breitete sich eine fröhlich-feierliche Stimmung aus, die an diesem regnerischen Tag selbst unsere eigenen Erwartungen übertraf. Burkhard Menking trug viel dazu bei, indem er auf dem Keyboard weihnachtliche Lieder zum Mitsingen anstimmte – teilweise spontan begleitet von der neunjährigen Melina auf der Blockflöte. Dann gab es ein modernes Kräutermärchen von Folke Tegethoff, das die Begegnung eines Rosmarinstrauches im Heiligen Land mit einer ganz besonderen Reisegruppe schilderte. Und schließlich wurde heißer Apfelsaft ausgeschenkt; man konnte Kekse knabbern, sich vergnügt unterhalten und am Ende als Gastgeschenk einen RoBiNet-Kräuterkalender mitnehmen, bevor man (hoffentlich beschwingt) zu den heimischen Weihnachtsvorbereitungen zurückkehrte.

Ein rundum gelungener Abend!

22.12.18 Rosdorfer lebendiger Adventskalender

Das 22. Türchen des von der St. Johannis-Kirchengemeinde Rosdorf organisierten Lebendigen Adventskalenders wird von RoBiNet

am 22.12.18 um 18 Uhr  Im Mengershäuser Weg 5

geöffnet. Bei Essen und Trinken gibt es Musik, kleine Geschichten und nette Gespräche.

Und als vorweihnachtliches Präsent wird der von RoBiNet verlegte Rosdorfer Kräuterkalender kostenlos verteilt !

Jede/r ist dazu ganz herzlich eingeladen

Cannabis: Geschichte, Fluch und Segen. Ein Vortrag von Elisabeth Jaritz und Jörg Baitz

von Ruth Finckh

„Cannabis? Ein merkwürdiges Thema für die Vorweihnachtszeit!“, dachte vielleicht der eine oder andere Rosdorfer, der die Ankündigung dieses Vortrages las, den das Rosdorfer Bildungs-Netzwerk (RoBiNet) organisiert hatte. Doch Thema und Termin hatten ihren Grund. Die Veranstaltung bildete den Abschluss einer Reihe mit zahlreichen Kräuterprojekten, die RoBiNet im Laufe des Jahres 2018 angeboten hat und die im demnächst erscheinenden „Rosdorfer Kräuterkalender 2019“ dokumentiert sind.

So interessierte sich eine Reihe von neugierigen Zuhörern für den abwechslungsreich gestalteten Vortrag des Mühlen-Apothekers Jörg Baitz und der früheren Rosdorfer Kinderärztin Elisabeth Jaritz. Die Hanfpflanze erwies sich dabei als wahrhaft „magisches“ Kraut – bereits vor Jahrtausenden zur Herstellung von Seilen und Stoffen genutzt, aber auch schon von den Skythen zur Erzeugung von Rauschzuständen verwendet, als Heilkraut gepriesen bei Hildegard von Bingen, gefürchtet als abhängig machende Droge und zugleich geschätzt von der modernen Medizin, die sich freilich zur Zeit noch ein wenig schwer damit tut, das heilende Potential der Cannabispflanze wirklich auszuschöpfen. Bislang fehlt es nämlich an aussagekräftigen Studien, die den Ärzten die Entscheidung für eine Cannabis-Verschreibung erleichtern würden – rechtlich ist bereits jetzt der Weg dafür frei. Wenn solche Untersuchungen in der nächsten Zeit durchgeführt werden, was die Vortragenden einhellig für wahrscheinlich hielten, dann werden neue Medikamente für Schmerz- und Krampfpatienten, für Depressionsgeplagte und vielleicht sogar für Krebsleidende zur Verfügung stehen. Freilich ist auch medizinisch abgegebener Cannabis nicht ohne Nebenwirkungen, sodass man bei der Beschreibung des legendären Krautes, wie Jörg Baitz abschließend betonte, vorerst bei der Formulierung „Fluch UND Segen“ bleiben muss.

Vortrag: Cannabis Geschichte, Fluch und Segen

Cannabis Geschichte, Fluch und Segen

Vortrag von Elisabeth Jaritz und Jörg Baitz

Mi, 28.11., 20 Uhr,

Mensa der Heinrich-Grupe-SchuleDer Vortrag aus der Reihe

„RoBiNet-Kräuterprojekte 2018“, wird von der früheren Rosdorfer Kinderärztin Elisabeth Jaritz und dem Mühlenapotheker Jörg Baitz gemeinsam präsentiert. Die beiden Gesundheitsexperten schildern anschaulich die Entdeckung, Gewinnung, Wirkung und aktuelle medizinische Nutzung des legendären Krautes.

Marien-Kräuterwanderung

Besuch des Biotops am Rosdorfer Bahndamm

Text:Ute Lesjak          Fotos:Ralf Lesjak

Mitte August konnten wir 11 kräuterinteressierte Besucher begrüßen, die das schöne Sommerwetter dazu nutzten, sich die verschiedenen Kräuterpflanzen im Bereich der alten Gleisanlagen erklären zu lassen. Unsere Expertin, die Umweltpädagogin Hildegard Liphardt, machte uns auf viele Pflanzen aufmerksam, die viele von uns aus dem eigenen Garten kennen. So erfuhren wir z.B. vom Vogelknöterich, dass er seine Vermehrung unter anderem über einen Kleber an den Samen sicherstellt. Die Samen haften an den Schuhsohlen und werden so weiterverteilt. Andere Pflanzen überlassen ihre Verbreitung dem Wind, Ameisen oder den Vögeln.

Am 15. August wird in vielen katholischen Gemeinden Mariä Himmelfahrt gefeiert, um die Mutter Gottes  zu ehren. Damit verbunden ist oftmals die Kräuterweihe, ursprünglich ein heidnisches Brauchtum bei dem den Göttern Kräuter geopfert wurden als Dank für deren Schutz und für die Heilkraft dieser Kräuter.

Zur Kräuterweihe bindet man die Kräuter zu örtlich sehr unterschiedlichen Kräuterbuschen ( Würzbuschen, Marienwisch, …) Diese Buschen werden in der Kirche geweiht.

Aus Überlieferungen ist bekannt, dass viele Kräuter als Heilpflanzen oder Grundnahrungsmittel genutzt wurden. Hat man ein sog. „Buschel“ gebunden, fügt man in der Mitte entweder eine Sonnenblume oder einen Apfel hinzu. Auch eine Königskerze, umwickelt mit anderen Kräutern, kann der strahlende Mittelpunkt eines solchen kunstvollen Gebindes sein, dessen Bestandteile nach der Weihe vollständig verwertet werden.

Auf unserer Wanderung konnten wir viele dieser Kräuter aufspüren, so z.B. das Labkraut (auch Liebfrauenbettstroh genannt), das Jakobskreuzkraut, den Beifuß, den wir als Würzmittel im Gänsebraten benutzen, den Natternkopf sowie das gelbblühende Fingerkraut (Potentilla) aus der Familie der Rosengewächse.

Über die Kommunikation zwischen den einzelnen Pflanzen einer Art hatten wir uns bisher nicht wirklich viele Gedanken gemacht. Nun erfuhren wir, dass Pflanzen eigentlich eine soziale Ader haben, es aber durchaus auch „Betrüger“ gibt, die sich  durch parasitäres Verhalten auf Kosten anderer durchmogeln. Pflanzen sind eben auch nur Menschen…..

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hildegard Liphardt. Sie hat uns  wieder auf eine spannende Reise ins Reich der Kräuter mitgenommen. Wir freuen uns schon auf`s nächste Mal!