Swingender Maitanz für alle Generationen

von Ruth Finckh

Springtime is Swingtime“ – unter diesem Motto hatte der Verein RoBiNet am 30. April zu seinem ersten „Tanz in den Mai“ ins Gemeindezentrum geladen. Ungewöhnlich war an der Veranstaltung vor allem der Adressatenkreis: Nicht nur Erwachsene waren willkommen, sondern ausdrücklich auch Familien mit Kindern. Bewusst hatte RoBiNet darauf verzichtet, Eintrittsgeld zu erheben – wer Lust hatte, konnte unverbindlich mit den Kleinen vorbeikommen, ohne sich Sorgen um die Kosten zu machen. Selbst das Büfett, üppig ausgestattet mit Getränken, Snacks und von REWE gestifteten Obstkörben, stand auf Spendenbasis zur Verfügung.
Der Erfolg des Konzepts übertraf die Erwartungen der Veranstalter bei weitem. Es wurde ein rauschendes Fest und wirklich alle Generationen nahmen die Einladung an! Vom dreijährigen Kleinkind über Teenager und Studenten bis zu zahlreichen Senioren waren sämtliche Altersgruppen vertreten. Mit vergnügtem Gelächter wurden quer über die Tische alte Bekanntschaften erneuert und neue geschlossen. Mehr als 100 Teilnehmer füllten den Saal und vor allem die Tanzfläche mit Leben.
Für mitreißenden Swing sorgte zuerst die Jugend-Big-Band der Musikschule MusiKuss mit einem beeindruckenden einstündigen Programm. Anschließend heizte die „Waitingroom Jazzband“ aus Herzberg mit schwungvollen Melodien den Tänzern bis zum frühen Morgen ein. Manch einer musste sich zwischendurch erschöpft von der Tanzfläche stehlen … aber das waren nicht unbedingt die ältesten Teilnehmer!
Wir danken ganz herzlich der Firma REWE für die tollen Obstkörbe und die Blumendeko, der Rosdorfer Nachbarschaftshilfe für das Catering und unseren beiden phantastischen Bands für einen wirklich unvergesslichen Abend!
 

Sozialer Wohnungsbau für Piepmätze

Holzbau-Aktion mit RoBiNet und der Tischlerei Bantumak

von Ruth Finckh

Fröhliches Gelächter drang am 5. April aus dem Werkraum der Heinrich-Grupe-Schule, dazu Hämmer- und Sägegeräusche, das Surren von Akkuschraubern und das Stimmengewirr von zahlreichen Kindern und Erwachsenen. Der Grund: Der Verein RoBiNet hatte, wie im vergangenen Frühjahr, zusammen mit der Tischlerei Bantumak eine kostenlose Holz-Bastelaktion angekündigt und damit große Begeisterung ausgelöst.

Diesmal hatte sich Björn Schütze, der Bantumak-Geschäftsführer, ein besonderes (und sehr großzügiges) Angebot für tierfreundliche Familien ausgedacht: Nicht nur Holzreste lagen, wie im letzten Jahr, bereit, um von experimentierfreudigen Bastlern in kleine Kunstwerke verwandelt zu werden, sondern dreißig Sets mit vorgefertigten Bauteilen für hübsche Nistkästen! Die Sets fanden reißenden Absatz und auch der Zusammenbau ging glatt von der Hand – dank sorgfältig vorgebohrter Löcher und professioneller Werkzeuge, die von den Tischlern mitgebracht worden waren. Mit Ruhe, Geschick und Geduld wurden handwerklich weniger erfahrene Teilnehmer an die Nutzung der Werkzeuge herangeführt und am Ende konnte jeder, der wollte, stolz seinen schicken Nistkasten für die heimischen gefiederten Nachbarn mitnehmen. Sicher wird der „soziale Wohnungsbau für Piepmätze“ ebenso begeistert von den Vögeln angenommen wie die schöne Bastelaktion von den Rosdorfer Familien!

Herzlichen Dank an Björn Schütze, Axel Fitzner und das ganze übrige Bantumak-Team für die tolle Idee, die großzügig gespendete Zeit und die Freude am Schreinern, die ihr den ganzen Nachmittag verbreitet habt!

 

Robinet im Sammelfieber

beim 10.Rosdorfer Putztag

Von Ralf Lesjak

Inzwischen ist es schon Tradition, dass die Gemeindeverwaltung  Anfang April  zum Putzen der Ortschaften aufruft. Jetzt nach der Schneeschmelze  – ja, so etwas gab es früher-  aber rechtzeitig, bevor die Natur ausschlägt, um selber den  Müll dezent zu verdecken, genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um aufzuräumen. Es erstaunt schon, dass neben dem Fast- Food -Müll und etlichen Glasflaschen auch eine elektrische Kochplatte und ein Bürodrehstuhl gefunden wurden. Von den vielen Hundekothaufen, teilweise in den vorgeschrieben Beuteln, aber dann doch achtlos weggeworfen, ganz zu schweigen. Was hat wohl der kleine gelbe Plastikhubschrauber erlebt, bevor sein letzter Flug in der Böschung endete ?

„Ist denn schon wieder Vatertag ?“  Unsere sammelwütige Robinet-Gruppe wurde tatkräftig unterstützt von Familie Hamann. Mit Handwagen, blauen Säcken und Müllgreifern fielen wir am Samstagmorgen auf, und so kamen wir mit einigen Bürgern ins Gespräch.  Diese wünschten sich mehr Mülleimer an den öffentlichen Wegen. Diesen Wunsch geben wir gerne an die Gemeinde weiter ! Ein ortsansässiger Autohaushändler lud uns spontan zu Würstchen und Getränken ein, zumal dieses Jahr leider kein Abschlussgrillen von der Gemeinde angeboten wurde. Der „rote Weg“ an der sich dahinschlängelnden Rase wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, genauso wie die im Sonnenlicht gelb leuchtende Trauerweide, das Wasserrauschen, die netten Gespräche, vergnügte Kinder und das Quietschen des Bollerwagens. Darüber konnte man gar vergessen, dass wir uns zum Müllsammeln getroffen hatten und die Vatertags-Wanderung erst in gut sechs Wochen stattfindet.

Ankündigung

RoBiNet-Umweltaktion2017: Nistkästen-Bau und Basteln mit Holz

Eine Lernwerkstatt-Entdeckungsreise mit der Tischlerei Bantumak am 5. April ab 15.30 Uhr in der Heinrich-Grupe-Schule

Wie in den vergangenen Jahren schließt RoBiNet an den Putztag am 1. April eine Umweltaktion für Kinder und Erwachsene an. Das diesjährige Projekt lautet: Nistkästen aus vorbereiteten Teilen zusammenbauen und/oder mit verschiedenen Holzmaterialien eigene Bastelideen umsetzen.

Angeleitet von Björn Schütze (Tischlerei Bantumak) und seinen Kollegen werden wir im Werkraum und in der Lernwerkstatt der HGS schmirgeln und schrauben, dass die Späne fliegen. Schließlich soll jeder am Ende einen schmucken Nistkasten für seine gefiederten Freunde nach Hause nehmen können! Nebenher erforschen wir verschiedene Holzarten, erproben ihre Eigenschaften, spielen und experimentieren mit diesem faszinierenden Werkstoff.

Alle Materialien werden kostenlos zur Verfügung gestellt; Erfrischungen für die Arbeitspausen sind im Spielcafé erhältlich.

Einladung zur Hauptversammlung

Der Vorstand des Rosdorfer Bildungs-Netzwerks (RoBiNet e.V.)  lädt alle Interessierten zur jährlichen Hauptversammlung ein. Sie findet statt am

Mittwoch, dem 15. Februar 2017 um 19.30 Uhr

im Gemeindezentrum (Raum 13).

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolls
  4. Bericht des Vorstands: Rückblick auf die Vereinsaktivitäten 2016 (Putztag, Flüchtlingshilfe, Holz-Projekt in der Lernwerkstatt, Dämmerschoppen zum Familienzentrum, Besichtigung der Ausgrabungen auf dem Anne-Frank-Gelände und anderes)
  5. Bericht des Kassenwarts und des Kassenprüfers
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Neuwahlen zum Vorstand
  8. Planung unserer Projekte 2017 (Putztag, Diskussion zum Familienzentrum, Tanz in den Mai und anderes)
  9. Verschiedenes

 

Wir freuen uns auf viele aktive Teilnehmer und stehen unter 781684 für Rückfragen zur Verfügung. Nicht-Vereinsmitglieder, die sich für unsere Aktivitäten interessieren, sind herzlich willkommen!

 

Der Vorstand

Lebendiger Adventskalender 2016

von Ralf Lesjak

Das 9. Türchen des von der St. Johannis-Kirchengemeinde Rosdorf organisierten Lebendigen Adventskalenders  wurde im Siedlungsweg geöffnet.Bei angenehm milder Temperatur trafen sich Rosdorfer Bürger auf dem liebevoll geschmückten und illuminierten Hof.  Bei Glühwein, Schmalzbroten und Weihnachtsgeschichten kam vorweihnachtliche Stimmung auf.

lebendigeradventskalender-11 Die bunt angestrahlte Wand lud zu Schattenspielen ein. Ist das ein Hundekopf  ? Oder gar der Weihnachtsmann ?

Ankündigung

12. Lebendiger Adventskalender

Auch dieses Jahr ist RoBiNet beim Lebendigen Adventskalender dabei.  Dieser wird nunmehr zum 12.Mal von der St. Johannis-Kirchengemeinde Rosdorf organisiert

am Freitag, den 09.12.16 um 18 Uhr im Siedlungsweg 6

Bei weihnachtlicher Beleuchtung, warmen Getränken und Leckereien lauschen wir Geschichten, Gedichten und Liedern.

Jede/r ist dazu ganz herzlich eingeladen !

kalender

Zu Besuch bei unseren Vorfahren in der Jungsteinzeit

von Ute Lesjak und Gerhard Diehl

Seit Wochen konnte man immer wieder in der lokalen Presse von den spannenden Ausgrabungen und Funden auf dem Gelände der ehemaligen Anne-Frank-Schule lesen und beim Vorbeikommen die riesigen Erdhaufen auf dem Gelände sehen. So stieg natürlich auch im Ort die Neugier bei Vielen, spätestens seitdem die Vertreter der lokalen Politik und die vierten Klassen der Heinrich-Grupe-Schule die Möglichkeit hatten, das Ausgrabungsgelände zu besuchen. Nun konnte kurz vor dem Ende der Grabungsarbeiten auch der Verein RoBiNet (Rosdorfer Bildungsnetzwerk) seine Mitglieder und weitere Interessierte zu einer Führung durch die Kreisarchäologin des Landkreises Göttingen, Frau Dr. Andrea Bulla, einladen. Innerhalb weniger Tage war die Veranstaltung erwartungsgemäß ausgebucht.

Bei herrlichem Sonnenschein begrüßte Frau Bulla am letzten Mittwoch die etwa 30 neugierigen und erwartungsvollen Rosdorferinnen und Rosdorfer. Zunächst erfuhren wir, dass es bereits in den 1960er/1970er Jahren während eines  Zeitraums von 7 Jahren archäologische Grabungen gegeben habe. Im Zusammenhang mit der Erschließung der Baugebiete im Bereich Mühlengrund, Hinter den Höfen, Knopenstieg wurden dabei Überreste von 52 Gebäuden sowie Gegenstände aus der Zeit der Linienbandkeramik (ca. 5600 bis 4900 v. Chr.) gefunden.

Nach heutigem Wissensstand entwickelte sich die Neolithische (Jungsteinzeitliche) Kulturstufe des Menschen mit dem Ende der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren. Damals gingen unsere Vorfahren von der gewohnten herumwandernden Lebensweise als Jäger und Sammler zur Sesshaftigkeit über und wurden die ersten Bauern der Geschichte. Durch den Bau ihrer Wohnstätten entstand allmählich die früheste Form der Architektur. Die Menschen lernten, Getreide anzubauen, Tiere zu domestizieren und zu töpfern. Der besonderen linienförmigen Verzierung der gefundenen Keramik hat die „ Linienbandkeramische Kultur“ ihren Namen zu verdanken.

Nach den zurückliegenden Grabungen war abzusehen, dass bei den jetzt anstehenden Bauarbeiten weitere Funde ans Licht kommen würden. Deshalb werden entsprechend dem Denkmalschutzgesetz seit Juli erneut Grabungen auf einer Fläche von 3.200qm durchgeführt. Dabei konnten das Archäologenteam neben anderen Funden auch drei neue Gebäudegrundrisse freilegen. Die mittlerweile in Rosdorf freigelegte Siedlung gilt als die bisher größte in ganz Niedersachsen.

Das Rosdorfer Grabungsgelände liegt auf dem sog. Lössgürtel, der Europa von Frankreich bis in die Westukraine durchzieht und sich durch sehr fruchtbares Erdreich auszeichnet. Dieses ermöglichte den Menschen den Ackerbau als Grundlage ihrer Existenz. Sie machten sich das bewaldete Gebiet unserer Region zunutze, indem sie bis zu 10 Meter lange Eichenstämme entrindeten, abschwärzten und als Grundgerüst ihrer Langhäuser in bis zu 2 Meter tiefen Gruben im Boden verankerten. Und das alles ohne moderne Hilfsmittel! Als Werkzeug haben sogenannte Dechsel gedient, besondere, in Hauenform geschliffene Steine. Den Lehm zum Verputzen entnahmen sie in der Regel Gruben, die die Archäologen auch in Rosdorf direkt neben den Häusern freigelegt haben.

Wir dürfen uns jedoch hier in Rosdorf trotz allem keine Großsiedlung von 50 Häusern vorstellen, sondern es ist davon auszugehen, dass von diesen etwa 20 Meter langen und 7 Meter breiten Gebäuden nie mehr als 5 bis 6 gleichzeitig dort standen, die jeweils von ca. je 10 Menschen bewohnt wurden. Jedes Haus verfügte über einen Zwischenboden mit Lagerfläche für Getreide, Haselnüsse usw. Tiere wurden, anders wir es uns von den typisch niedersächsischen Hallenhäusern her vorstellen, wahrscheinlich außerhalb der Häuser gehalten.

Leider befinden sich die Fundstellen auf dem gerade ergrabenen Gelände des ehemaligen Schulhofs ca. 80 cm unter dem damaligen Lauf- und Fußbodenniveau der Siedlung. Dies erklärt die ungewöhnliche Fundarmut der Grabung, bei der natürlich dementsprechend weder Feuerstellen noch größere Sachfunde in Form von Scherben gemacht werden konnten. Neben den vereinzelten Fundstücken sind es also vor allem die beeindruckend regelmäßigen dunklen Flächen im Boden. Sie sind entstanden, als der umgebende dunkle Erdboden in die Löcher der verfaulten Tragpfosten gerutscht ist. Sie lassen noch heute die Größe der verschwundenen Bauwerke erahnen.

Dennoch gibt es auch in dieser Grabungssaison einige spektakuläre Funde: Wie schon in der ersten Grabungsphase vor rund 50 Jahren hat man auch dieses Mal eine Grabstelle entdeckt. Das darin gefundene Skelett eines Erwachsenen war in Hocklage bestattet, die für die linienbandkeramische Zeit typische Bestattungsform. Die damaligen „Rosdorfer“ wurden durchschnittlich 40 bis 45 Jahre alt. Daneben konnte Frau Dr. Bulla uns auch einen ganz aktuellen Fund ihres Teams präsentieren: am Tag unseres Besuchs auf dem Gelände hatte man einen Ring aus Buntmetall geborgen, der vom Durchmesser zu urteilen möglicherweise einmal den Arm eines jungen Mädchens geschmückt haben könnte.

Frau Dr. Bulla wies abschließend darauf hin, dass die Funde als Bodendenkmale fachgerecht bearbeitet und für die Nachwelt in Grabungsplänen und Zeichnungen erhalten würden. An eine spätere Ausstellung der Funde in Rosdorf ist gedacht. Wir möchten Frau Dr. Bulla ganz herzlich für die außerordentlich interessante und lehrreiche Führung über das Gelände danken. Unser Dank richtet sich auch an ihre Mitarbeiter der Firma Goldschmidt aus Düren, die wir ebenfalls mit Fragen löchern durften und die uns geduldig und freundlich Auskünfte zu ihrer Arbeit gaben. Wir alle haben diesen Nachmittag sehr genossen. Vielen Dank nochmals!

Fotos: Ralf Lesjak (mit freundlicher Genehmigung der Kreisarchäologie)

Sonderführung über das Ausgrabungsgelände an der Anne-Frank-Schule

Aufgrund des großen Interesses der Rosdorfer bietet RoBiNet am

Mittwoch dem 21. September um 15 Uhr eine Sonderführung über dasGrabungsgelände an der Anne-Frank-Schule

durch die Kreisarchäologin Frau Dr. Bulla an. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 beschränkt. Die Anmeldung erfolgt in Form eines „Kommentars“ zu diesem Text (Bitte Namen und Anzahl der Teilnehmer nennen. Der Kommentar wird zeitverzögert freigeschaltet).

Bitte nicht mehr anmelden, da ausgebucht !