Putzen mit RoBiNet – ein spannendes Familien-Abenteuer!

Putztag 2014 e

von Ruth Finckh

Den Putztag der Gemeinde Rosdorf im Frühjahr 2014 verwandelte der Verein RoBiNet in ein vergnügliches zweiteiliges Projekt für Kinder und Erwachsene. Zuerst nahmen wir uns die öffentlichen Mülleimer vor, die an vielen Stellen der Gemeinde Rosdorf ein vernachlässigtes Schattendasein führen. Fünf auserwählte Eimer wurden von Gemeindemitarbeitern für uns abgenommen, gereinigt und danach von Uwe Denker, dem Hausmeister der HGS, weiß grundiert. Anschließend waren die Schulkinder an der Reihe. Während der Spielcafé-Zeit am 26.3. durften sie unter der Anleitung von Esther Jacobsen mit wetterfesten Farben hantieren und den Mülleimern ein schönes, neues Gewand verpassen. Bereits am nächsten Tag wunderten sich manche Bus-Fahrgäste über die bunte Pracht an ihrer Haltestelle. Wir können nur hoffen, dass die auffälligen Eimer nun noch häufiger als früher „Futter“ bekommen!

Am Putztag selbst zog eine unerschrockene RoBiNet-Truppe mit Bollerwagen, selbst gebastelten Greifern und robusten Handschuhen rund um den Johannishof, um die dortigen Straßengräben von Müll zu befreien. Besonders die Kinder machten erstaunliche Funde: Unter anderem fanden sie zwei Fahrräder ohne Räder, einen Roller ohne Lenker, einen Kindersitz ohne Kind und einen sehr zerzausten Regenschirm. Warum an einer Ecke rund zwanzig leere Tic-Tac-Dosen im Graben lagen, blieb ebenfalls ein spannendes Rätsel, über das lange diskutiert wurde.

Als wir schließlich am Ende bei der wohlverdienten Bratwurst saßen, fasste unsere Jüngste das Erlebnis treffend zusammen: „Das war ein abenteuerlicher Tag!!“

Frühschoppen mit den Bürgermeisterkandidaten

RoBiNet-Bürgermeisterfrühschoppen (4 von 21)

Der Verein RoBiNet lud am 23.3.2014 zu einer ungewöhnlichen Diskussionsveranstaltung in die Mensa der Heinrich-Grupe-Schule. Rund 60 Rosdorfer folgten der Einladung, darunter auch einige sehr junge Bürger, für die kurzerhand Legosteine und ein Spielteppich herbeigeschafft wurden.

Die beiden Bürgermeister-Kandidaten Anja Köchermann (CDU / Grüne) und Sören Steinberg (SPD) sollten bei der Veranstaltung Gelegenheit bekommen, sich im Gespräch mit den Bürgern zu familien- und bildungspolitischen Themen zu äußern. Doch sie nahmen nicht auf einer der üblichen sterilen Podiumsbühnen Platz, sondern auf geblümten Fünfziger-Jahre-Sesseln in einem Mini-Wohnzimmer, wo sie von dem Moderator und „Hausherrn“ Ralf Lesjak zum Frühstücks-Talk am häkeldeckchen-dekorierten Tisch begrüßt wurden. Frische Brötchen standen schon bereit. Auch das Publikum ging nicht leer aus: RoBiNet spendierte Kaffee und Snacks für alle, und der große Obstkorb (eine Spende von Rewe) wurde zunächst den Kandidaten angeboten, dann aber zur allgemeinen Plünderung freigegeben.

Doch natürlich war man nicht hauptsächlich des kulinarischen Angebotes wegen gekommen, und so warteten alle gespannt auf die politischen Stellungnahmen. Die Kochzeit der Frühstückseier (5 Minuten) gab den Zeitrahmen für einführende Statements vor, dann folgten Antworten auf Bürgerfragen, die teils direkt, teils mit Hilfe von beschrifteten Bierdeckeln an die Kandidaten gerichtet werden konnten. Unter anderem ging es um Probleme wie die hohen Kindergarten-Gebühren, die schlechte Busanbindung der kleineren Ortschaften, die Verödung der Ortskerne und die Errichtung immer neuer Baugebiete ohne die dazugehörige familiengerechte Infrastruktur. Wichtige Themen waren auch die Schließung der Anne-Frank-Schule sowie das geplante Familienzentrum und die Frage, wie dieses unter Einbeziehung der Bürgerschaft gestaltet werden könnte. Alles wurde geschickt von Ralf Lesjak moderiert und durch humoristische Kommentare aufgelockert, sodass die Gesprächsatmosphäre (von kleineren parteipolitischen Scharmützeln abgesehen) vergnügt und entspannt blieb.

So unterhaltsam war das politische Frühstückspalaver, dass manch einer nach zwei Stunden verdutzt auf die Uhr schaute und sich dann schnell auf den Weg machte, um das Mittagessen nicht zu verpassen. Veranstaltungen dieser Art sollten, so die einhellige Meinung, öfter angeboten werden. Und alle nahmen die eindringliche Mahnung des Moderators mit nach Hause, auf jeden Fall im Mai zur Wahl zu gehen!

 

Zwerg Nase – ein märchenhafter Auftritt in der Anne-Frank-Turnhalle

von  Ruth Finckh, Gerhard Diehl

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Auf Einladung des Vereins RoBiNet gastierte am 7. September 2013 das Mobile Kindertheater Mannheim in Rosdorf und präsentierte seine neue Produktion „Zwerg Nase“. Unser herzlicher Dank gilt der Freudenberg Stiftung, die die Tournee der Truppe unterstützt und durch Christel Grünenwald umsichtig begleitet hat. So konnten wir dieses besondere Theaterereignis für Jung und Alt kostenlos anbieten!

Unter der Regie von Annette Weber spielten und erzählten zwei Schauspieler, begleitet am Akkordeon von Laurent Leroi, das Hauffsche Märchen vom Jungen, der in einen hässlichen Zwerg verwandelt zum Meisterkoch ausgebildet wird. Auf der Bühne standen Folkert Dücker als Jakob und Zwerg Nase sowie Monika-Margret Steger als Mutter, Vater, Hexe, Herzog und verzauberte Gans. Faszinierend, wie mit einfachsten Mitteln der Rollen- und Stimmungswechsel für alle nachvollziehbar gemacht wurde! Selbst die Kleinsten gingen voller Begeisterung mit. Weitere Hauptrollen waren besetzt von zahlreichen frischen Gemüsen sowie einer Kartoffelschälmaschine, deren kunstvolle Arbeit das Publikum zu spontanem Applaus hinriss. Auf offener Bühne wurde geschnibbelt, gebrutzelt und geschmort, bis eine leckere Gemüsesuppe entstand, die am Ende ans Publikum ausgeteilt werden konnte. An dieser Stelle unser herzlicher Dank an die Firma REWE Jacobs OHG, die nicht nur die Zutaten für die Kochorgie, sondern auch noch knackiges Obst und Gemüse als Nachtisch spendierte!

Verzaubert und nachdenklich zugleich gingen die über 70 großen und kleinen Zuschauer nach Hause. Wir werden nun bestimmt Kartoffeln, Karotten und Kräuter mit anderen Augen betrachten!

Hoffentlich wird sich bald einmal wieder die Gelegenheit ergeben, ein so originelles Gastspiel aus Mannheim zu genießen, zumal die neue erweiterte RoBiNet-Bühne jetzt auch größere Aufführungen zulässt .

Gründungsversammlung

Gründungsfoto

Wir, eine Gruppe von Rosdorfer Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen im Bildungsbereich, haben uns entschlossen, den Verein „Rosdorfer Bildungs-Netzwerk“ (RoBiNet) ins Leben zu rufen.

Unser Ziel besteht darin, jenseits bestehender Partei-, Generations- und Institutionsgrenzen die Nachbarschaftskultur vor allem im Kernort Rosdorf zu unterstützen, und zwar anhand von Projekten aus dem Bildungsbereich. Der Begriff „Bildung“ wird dabei umfassend verstanden und bezieht sich auf Kreativität in Musik, Literatur und Kunst ebenso wie auf handwerkliche oder sportliche Unternehmungen. Für den Anfang stellen wir uns einen „Open Stage“-Abend zur Präsentation unterschiedlichster Talente vor.

Grundsätzlich werden unsere Projekte so gewählt, dass sie die Zusammenarbeit verschiedener lokaler Gruppierungen und somit gemeinsame Erfolge möglich machen. Darüber hinaus werden wir uns um eine gute Kooperation mit Politik, Verwaltung, Kirche und Vereinen bemühen.

Einige Elemente unseres Konzepts sind inspiriert von dem Programm „Ein Quadratkilometer Bildung“ der Freudenberg Stiftung, doch entsprechend den Rosdorfer Gegebenheiten setzen wir auch eigene Schwerpunkte. (Weitere Informationen zu dem Programm finden sich unter: http://www.freudenbergstiftung.de/deutsch/schluesselprogramme/ein-quadratkilometer-bildung/ein-quadratkilometer-bildung.html .)

Die mobilen Bühnenelemente, die im vergangenen Jahr durch einen Bürgerantrag an die Freudenberg Stiftung angeschafft werden konnten, gehen in den Besitz von RoBiNet über und sollen in den nächsten Monaten durch weitere Podeste ergänzt werden.

Über kreative Köpfe aus Rosdorf, die unsere Anliegen unterstützen, freuen wir uns! Bei der Gründungsversammlung am 16.1.2013 wurde Dr. Ruth Finckh zur ersten Vorsitzenden, Esther Jacobsen zur zweiten Vorsitzenden und Burkhard Menking zum Kassenwart gewählt. Gründungsfoto Sekt

Einweihung der Rosdorfer Bürgerbühne

von Ruth Finckh

Viele Rosdorfer Bürger, Vereine und Institutionen vermissen seit Jahren die Möglichkeit, bei festlichen Anlässen eine kleine Bühne aufzubauen. Die große Gemeindebühne, für die jedes Mal der Bauhof bemüht werden muss, ist für viele Gelegenheiten zu sperrig. Andererseits ist es schade, wenn zum Beispiel Kinder ein Theaterstück einstudiert haben und kaum jemand die Darbietung mitbekommt, weil die Kleinen ebenerdig spielen müssen.

Gebraucht wurde also eine handliche Bühne aus einzelnen, bequem transportierbaren Elementen. Die Podeste müssen nur 50 cm Höhe haben – das genügt für die meisten Aufführungen und garantiert Sicherheit. Die einzelnen Elemente sollen leicht genug sein, um von einer Person getragen zu werden, doch es wird zusätzlich ein Rollwagen für den Transport über längere Strecken gebraucht. Außerdem sind Stangen für Vorhänge und Kulissen nötig.

Um eine solche Bühne zu bekommen, musste zuerst ein Sponsor gesucht werden. Das gelang durch einen Bürgerantrag an die Freudenberg Stiftung. Mehrere Dutzend Rosdorfer Bürger und Vertreter von Institutionen taten sich zusammen und unterschrieben als „Rosdorfer Bildungs-Netzwerk“ einen entsprechenden Brief. Als zu unserer Freude die Genehmigung erteilt wurde, haben wir den Auftrag sofort an die Firma Paland vergeben.

Am 18 Juni 2012 war es dann soweit: Wir konnten unsere neue Bürgerbühne öffentlich einweihen und zu diesem Anlass Christian Petry von der Freudenberg Stiftung und Harald Grahovac begrüßen!

Das Programm war bunt gemischt und bestand aus einem kleinen Märchen zum Auftakt, musikalischen und szenischen Darbietungen durch Schüler der Heinrich-Grupe-Schule, einem Flötenstück der Musikschule MusiKuss und schließlich dem ersten öffentlichen Auftritt der neuen Bürgerstiftungs-Big-Band „Triple B“. Die Freude an der gelungenen Gemeinschaftsleistung war allen Beteiligten anzumerken. Sie wird das „Rosdorfer Bildungs-Netzwerk“ sicher dazu beflügeln, weitere Träume in unserem Ort Wirklichkeit werden zu lassen!

Die 16 Bühnenelemente können ab Ende Juni für Veranstaltungen im Kernort Rosdorf über das Sekretariat der Heinrich-Grupe-Schule (Tel 7899469) ausgeliehen werden.